Welche Ziele verfolgen wir im Welpentraining ?

Wir möchten den Welpen vom 03. bis zum 06. Monat eine Art "Vorschule" geben, in welcher sie die nachfolgend genannte Zielstellungen mit anderen gleichaltrigen Welpen erleben dürfen.

Ab dem 07. bis zum 09. Monat stehen Gehorsamkeits- und Beziehungsübungen auf dem Programm, welche wir den sogn. Junior-Junghunden spielerisch mit Lust, Freude und Konsequenz vermitteln möchten.

Hierfür nehmen wir uns gern ausreichend und bewusst Zeit, denn die wichtige Prägezeit für den Hundeführer und seinen Welpen vom 03.-09. Monat kommt NIE MEHR wieder. 

Wichtig: Da die Bindung zum neuen Menschen-Rudel sich festigen soll, ist es wichtig den Welpen im neuen Zuhause ankommen zu lassen (ca. 3 bis 4 Wochen), damit er psychisch nicht überfordert wird. In dieser Zeit soll er alles gründlich kennenlernen, bevor die neuen Herausforderung  „Welpen-Stunde“ angegangen wird. 

Zielstellungen im Detail: 

 a) Sozialisierung mit anderen Hunden 

d. h. Hunde sind Rudeltiere und brauchen den Kontakt zu Artgenossen. Im Welpenspiel treffen unterschiedliche Hunderassen des gleichen Alters aufeinander, so dass z. B. Große Hunde den richtigen Umgang mit kleinen Hunden lernen (vorsichtiges Spielen), aber auch kleine Hunde keine Angst vor großen Hunden haben brauchen (Angstbeißen wird vermieden). Es wird sichergestellt, dass Welpen keine schlechten Erfahrungen mit anderen Hunden erfahren und sich dadurch Fehlverhalten festigt. 

 b) Sozialisierung mit Umweltreizen 

Dosiert werden die Welpen mit unterschiedlichen Umweltreizen konfrontiert. Sie lernen mit ungewohnten Situationen (Straßenbahn fahren, schnelles aufspannen von Regenschirmen, klappernde Mülltonnen, laute Einkaufswagen etc.) umzugehen, Ängste werden reduziert. 

 c) Erziehungsübungen 

Erste Erziehungsspiele werden mit Hund und Mensch durchgeführt, so dass bereits der junge Hund lernt, z. B. nicht an der Leine zu ziehen oder beim Rufen auch zu seinem Besitzer zu kommen. Es ist wichtig früh mit der Ausbildung zu beginnen, denn eine Korrektur von ungewünschten Verhaltensweisen ist deutlich aufwendiger und zeit-intensiver, als von Anfang an Fehler zu vermeiden. 

 d) Tipps für den Menschen 

Viele Menschen holen sich einen Hund, ohne sich vorher genau über Verhalten und Erziehung im Klaren zu sein. Gerade Welpenbesitzer haben viele Fragen (z. B. wie bekomme ich den Hund Stubenrein, wie füttere ich richtig, wie lange darf der Welpe Spazieren gehen, wie verhält sich mein Kind gegenüber dem Welpen richtig etc.) und brauchen bei der Erziehung viel Unterstützung. In der Welpen-Schule lernen vor allem auch die Hunde-Führer Grundlegendes über ihr neues Familienmitglied